Projektübersicht

Wenn das Herz in eine lebensgefährliche Rhythmusstörung (Kammerflimmern) gerät, liegt eine unmittelbare Situation vor. Sofortige Maßnahmen der Wiederbelebung sind nötig. Ein Kammerflimmern unterbrechen kann nur ein Elektroschock, der von einem sogenannten automatisierten externen Defibrillator abgegeben wird. Voraussetzung hierfür ist somit das Vorhalten eines solchen Gerätes in Oehrberg.

Kategorie: Sport und Freizeit
Stichworte: DefiOehrberg
Finanzierungs­zeitraum: 08.04.2019 09:33 Uhr - 30.06.2019 23:59 Uhr
Realisierungs­zeitraum: Sommer 2019

Worum geht es in diesem Projekt?

Jedes Jahr sterben in Deutschland mehr als 120.000 Menschen am plötzlichen Herztod über alle Altersklassen hinweg. Das Schockierende daran ist, dass er in der Regel völlig unvorhersehbar eintritt-ohne jeglichen Vorerkrankung. Auch Menschen, die zu keiner Risikogruppe gehören, können davon betroffen sein. Die ersten Symptome kommen oft ganz harmlos daher, bei denen man z.B. an eine kleine Kreislaufschwäche denkt, nicht aber gleich an eine lebensbedrohliche Situation.
Das Herz gerät in eine lebensbedrohliche Rhythmussstörung. Dadurch ist es nicht mehr in der Lage, Blut und Sauerstoff zu den lebenswichtigen Organen zu transportieren. Die Körperzellen sterben langsam ab, vor allem die des Gehirns. Diese unmittelbar lebensbedrohliche Situation erfordert sofortige Maßnahmen der Wiederbelebung (Reanimation). Daher spielt gerade die Zeit die größte Rolle für die Überlebenschance. Wenn einem Betroffenen innerhalb der ersten drei bis fünf Minuten nach plötzlichem Herzversagen geholfen werden kann, sind die Chancen sehr groß, dass er dieses ohne bleibende Schäden überlebt.
Ein Kammerflimmern unterbrechen kann nur ein Elektroschock, der von einem Defibrillator abgegeben wird. Er sorgt im Herzen zunächst einmal für Ruhe, indem er alle Erregungen unterbricht. Dadurch hat das Herz die Chance, wieder einen geordneten Herzschlag zu beginnen.

Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?

Voraussetzung für den Erfolg der Schockbehandlung ist der schnelle Einsatz des Defibrillators. Entscheidend ist demnach, dass im entsprechenden Moment ein Defibrillator in unserem Ort zur Hand ist. Aus diesem Grund ist das Projekt "Defibrillator für Oehrberg" von den Oehrberger Ortsvereinen ins Leben gerufen worden. Ziel ist die Beschaffung eines solchen Gerätes, damit
a) dem/der Betroffenen innerhalb der ersten Minuten geholfen wird
b) die Wartezeit bis zum Eintreffen des Notarztes/der Helfer vor Ort überbrückt werden kann
Als zentraler wetterfester Standort ist der Eingangsbereich vor der Alten Schule in Oehrberg angedacht. Das Gerät ist dort
frei zugänglich und steht zu jeder Tages- und Nachtzeit zur Verfügung.

Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?

Die Oehrbergerinnen und Oehrberger haben in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, wie viel Potenzial in ihnen steckt, um Dorf zu gestalten und mit Leben zu erfüllen. Der Einladung zum Mitmachen wurde schon immer gerne und sehr zahlreich von Jung und Alt nach gekommen.
In diesem Sinn haben wir das Projekt "Defibrillator für Oehrberg" ins Leben gerufen. Die VR Bank Bad Kissingen-Bad Brückenau eG bietet uns mit der Crowdfounding-Initiative ein hervorragendes Finanzierungs- und Spendenmodell, bei dem eine Vielzahl von Menschen gemeinsam unser Projekt unterstützen können und so erst eine Umsetzung ermöglichen.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Mit den Spenden und der Förderung durch die VR-Bank Bad Kissingen-Bad Brückenau eG wird der Defibrillator (AED) angeschafft. Die Kosten belaufen sich auf ca. 5.000,00 €. Der hohe Preis resultiert aus dem speziellen Montageort im Freien.
Neben einer integrierten Heizung und Kühlung für den Sommer- und Winterbetrieb, stellt das Geld automatisch eine Sprech-Verbindung mit der integrierten Leitstelle in Schweinfurt her. Außerdem wird im der Dunkelheit immer gut einsehbar bereit steht. Die Beschaffung des Gerätes erfolgt beim Zentrum für Telemedizin -ZTM- in Bad Kissingen.

Wer steht hinter dem Projekt?

Alle Ortsvereine von Oehrberg stehen hinter dem Projekt. Wir sehen unser Engagement in der Heimat als willkommene Verpflichtung, als Selbstverständnis und als gelebte Partnerschaft mit den Menschen. Wir wissen wo wir zuhause sind und verspüren gegenüber unseren Mitbürgern in Oehrberg eine besondere Verantwortung.